Data Science im KMU – Vorträge und Diskussion am 21. Mai 2019 in Meschede – Ein Rückblick

Mit über 50 Teilnehmern fand die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Data Science im KMU“ am 21. Mai 2019 an der FH-Südwestfalen in Meschede ein erfreulich hohes Interesse bei den Firmenvertretern regionaler Unternehmen.

Es wurde deutlich, dass die Digitalisierung von Unternehmensprozessen und die Nutzung von Datenanalyse zur Geschäftsentwicklung von vielen Unternehmen mittlerweile als Chance erkannt wird.

In dem Impulsvortrag „News Mining – wie man mit Daten-Analysen den Einfluss der Medien sichtbar macht“ erläuterte Prof. Dr. Thomas Kopinski von der FH-Südwestfalen wissenschaftliche Ansätze von Datenerfassung, -qualifizierung, -analyse und Datennutzung. Dieser Einblick in wissenschaftliche Methoden war für viele Teilnehmer neu und verdeutlichte anschaulich das große Potenzial von Data Science Methoden.

Data Science als Studienfach an der FH-SWF in Meschede bietet zudem den Studierenden beste Aussichten für ihre berufliche Zukunft.

Alfred Schröder von der GONICUS GmbH erläuterte in seinem Vortrag „ Open Source als Schlüssel“, dass für eine Datenerfassung, -analyse und -auswertung eine geeignete Infrastruktur notwendig ist und stellte dabei die Bedeutung von Open-Source-Lösungen für KMUs als kostengünstigen und leistungsfähigen Ansatz für den Einsatz geeigneter Software heraus.

Dass die Nutzung künstlicher Intelligenz bei der Auswertung großer Datenmengen nicht nur in Großunternehmen sinnvoll einsetzbar ist, sondern auch die besonderen Bedürfnisse von KMU berücksichtigen kann wurde von Tobias Brambach von Point 8 GmbH in seinem Vortrag „Die bodenständige KI – Anwendungsbeispiele für den Mittelstand“ verdeutlicht.

Prof. Dr. Jürgen Bechtloff erläuterte das Konzept der Integration von Daten-Erfassung und -Analyse in studentische Projekte als Teil der Hochschulausbildung. Die TransferFactory der FH-SWF in Meschede ist eine der deutschlandweit wenigen Demonstrations-, Test- und Lernanlage für Industrie 4.0 Umgebungen. Sie steht den Studierenden nicht nur für die Entwicklung unternehmensnaher Hard- und Softwarelösungen zur Verfügung. Es werden auch Methoden des agilen Projektmanagments mit z.B. SCRUM gelernt und vertieft. Ein Beispiel für ein erfolgreiches studentisches Projekt zur Datenerfassung und –auswertung in der IoT Umgebung der TransferFactory wurde vom Masterstudenten Pascal Dröge präsentiert.

Im Anschluß moderierte Jürgen Burghardt, Projektkoordinator Mittelstand 4.0 Südwestfalen die Podiumsdiskussion mit den Vortragenden und allen Teilnehmern. Es ging um konkrete Ansätze und Umsetzungsmöglichkeiten von „Data Science“ im KMU. Prof. Dr. René Ramacher, Professor für Wirtschaftsinformatik in den Fachgebieten „IT-Sicherheit und betriebliche Informationssysteme“, ging dabei detailliert auf die Herausforderungen für eine sichere Verarbeitung und Analyse spetiell großer Datenmengen ein, was von vielen Beteiligten als besonders wichtiger Aspekt von Data Science bestätigt wurde.

Viele weitere konkrete Fragen und Anregungen wurden aufgeworfen, die beim anschließenden Get Together in intensiven persönlichen Gesprächen vertieft wurden. Damit war die Veranstaltung nicht nur informativ, sondern sie wurde von vielen Teilnehmern als Chance zur Kontaktaufnahme und Vernetzung genutzt.

weitere Informationen:
Jürgen Burghardt
Projektkoordinator Mittelstand 4.0 Südwestfalen
burghardt.juergen@fh-swf.de