Hochschule Hamm-Lippstadt

Allgemeines

2009 wurde mit der Gründung der staatlichen Hochschule Hamm-Lippstadt das Fundament für eine Hochschule neuen Profils gelegt. Präsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld und Kanzler Karl-Heinz Sandknop haben gemeinsam mit ihrem Team praxiserfahrener Professorinnen und Professoren ein innovatives Studienangebot mit Fokus auf Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Informatik und Wirtschaft entwickelt.

Aktuell sind rund 5.275 Studierende in 14 Bachelor- sowie fünf Masterstudiengängen eingeschrieben. Praxisorientiert, in kleinen Gruppen, bietet die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) ein Studium auf hohem Niveau mit klarer Orientierung auf aktuelle und künftige Anforderungen des Marktes. Das Team der Professorinnen und Professoren ist praxiserfahren und jung. Interdisziplinär aufgestellt, konzentriert sich die Lehre auf die Förderung individueller Stärken und die Vermittlung sozialer Kompetenzen, wie etwa Teamarbeit, Projektmanagement oder interkulturelles Arbeiten gleichermaßen. Projektorientiertes Arbeiten hat von Anfang an einen hohen Stellenwert. Und nicht zuletzt sind Kreativität und Kommunikation wichtige Faktoren, um kreative Fachkräfte der Zukunft auszubilden.

Neubauten und Labore

Mit den Neubauten in Hamm und Lippstadt bietet die Hochschule modernste Gebäude und 15.000 Quadratmeter Laborfläche.
In Hamm bieten die Gebäude mit rund 17.340 Quadratmetern Nutzfläche sieben Hörsäle und sieben Seminarräume, ca. 400 studentische Arbeitsplätze, Medienzentrum, Technikum, Rechenzentrum und Bibliothek sowie eine Mensa mit 199 Plätzen. In 94 Laborräumen mit einer Gesamtfläche von knapp 8.000 Quadratmetern finden sich Grundlagenlabore mit Computer-Pool, physikalisch-technische Labore sowie ein Laborpool für Lehre und Forschung. Zudem Biologie-Labore, die in ihrer Ausstattung universitärem Standard entsprechen. Eine komplette Etage Reinräume ermöglicht feinste Messergebnisse in den verschiedenen Disziplinen. Die Labore am Standort verfügen über eine umfangreiche chemische Grundausstattung mit zahlreichen voll ausgestatteten Arbeitsplätzen. Für das Studium bedeutet dies, dass eine qualitativ hochwertige Arbeit auch bei größeren Gruppen möglich ist. Ein Gebäude des Hammer Labortraktes wurde mit speziellen Betonpfählen erschütterungsfrei angelegt. Hierin können Messungen mit geringster Toleranz in Gutachterqualität durchgeführt werden.
Am Standort Lippstadt wurden 15.910 Quadratmeter Nutzfläche realisiert. Im Hörsaalgebäude befinden sich unter anderem sieben Hörsäle und acht Seminarräume. Medienzentrum, Bibliothek, Technikum sowie eine Mensa mit 248 Plätzen ergänzen den Campus, auf dem sich ca. 400 studentische Arbeitsplätze befinden. In den Laborgebäuden mit insgesamt 91 Laboren auf 4.600 Quadratmetern sind zwei Einrichtungen bundesweit herausragend. Zum einen die horizontale und vertikale Leuchtenmessstrecke: In einem fensterlosen Raum, der sich in der Höhe über zwei Etagen erstreckt, wird mittels eines robotergestützten Fernfeld-Goniometers die räumliche Verteilung der Lichtstärke gemessen. In einem speziellen Gelblichtlabor kommen unter Reinraumbedingungen fotolithografische Verfahren, etwa zur Erzeugung optischer Strukturen, zum Einsatz. Zum anderen stellt das so genannte CAVE – Cave Automatic Virtual Environment – eine weitere Besonderheit dar. Ein 120 Quadratmeter großer Raum, in dem hochauflösende Bilder auf Wände, Boden und gegebenenfalls sogar eine Decke aus Acrylglas projiziert werden können. Die so entstehende dreidimensionale, virtuelle Realität ermöglicht zum Beispiel die Simulation von Arbeitsumgebungen oder von Räumlichkeiten mit bestimmten Einrichtungen oder auch die Umgebung in einem Fahrzeug. In weiteren Laboren für praktische Lehre und Forschung sind unter anderem der industrielle 3D-Computertomograph sowie ein Rasterelektronenmikroskop untergebracht.

Forschung

In der Forschung prägen Zukunftsthemen wie Autonome Systeme, Informationstechnologie, Materialwissenschaften, Mensch-Maschine Interaktion, Optische Technologien, Elektromobilität, Produktion/Industrie 4.0, Wirtschaftswissenschaften, Medizin und Sporttechnik, Energie- und Gebäudetechnik sowie Computervisualistik und Design die junge Hochschule.
Aktuell gibt es knapp 70 Forschungsprojekte an der Hochschule. So ist die Hochschule Partnerin in einigen vom Bund geförderten Forschungsprojekten wie beispielsweise MOST, der modellbasierten Prozesssteuerung von Biogasanlagen oder im Verbundvorhaben „Interkom“, welches sich dem Aufbau einer bürgerzentrierten, sozialen Kollaborationsplattform widmet. International aufgestellt ist das EU-Forschungsprojekt BASTION. Hier steht die Erforschung und Entwicklung effizienter Produktionstests für zukünftige Mikrochips im Mittelpunkt.
Ein weiteres bundesweit gefördertes Forschungsprojekt zum Thema schnellere und einfachere Leukämiediagnostik mithilfe eines neuen Mikrochips in Zusammenarbeit mit einem Dortmunder Unternehmen und der Universitätsklinik Münster hat die erste Förderphase abgeschlossen.

Netzwerke

In Lippstadt ist die Hochschule Gesellschafterin des „Kompetenzzentrums Fahrzeugelektronik” sowie des L-LAB, einem Forschungsinstitut für Lichttechnik und Mechatronik. Des Weiteren ist die HSHL Partnerin im Cluster Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe – it’s OWL sowie im Transferverbund Südwestfalen.
Am Standort Hamm ist die Hochschule seit Ende 2013 Sitz des vom Land NRW geförderten Fraunhofer-Anwendungszentrums SYMILA. SYMILA steht für die Entwicklung von Systemen für mobile Dienste und moderne intelligente Lebens- und Arbeitswelten.

Ansprechpartner

Kurt Weigelt

Projektkoordinator „Mittelstand 4.0 Südwestfalen“

Telefon: 02381 8789-824
E-Mail: kurt.weigelt@hshl.de

Prof. Dr.-Ing. Matthias Mayer

Produktions- und Qualitätsmanagement

Telefon: 02381 8789-807
E-Mail: